BOS

Habt Ihr den lateinischen Spruch "Quod licet Iovi, non licet bovi" schon einmal gehört? Übersetzt heißt er: Was dem Jupiter erlaubt ist, ist dem Rindvieh nicht erlaubt. Das bedeutet, dass ein Gott alles tun darf, was den Sterblichen verboten ist. Mit Jupiter ist natürlich nicht der Planet gemeint, sondern der römische Gott. Jupiter hat sogar als Rindvieh für Skandale gesorgt. Er hat sich nämlich in einen weißen Stier verwandelt, um unerkannt die schöne Prinzessin Europa zu entführen.

Auf lateinisch heißt das Rind "bos" (Genetiv: bovis).

Genau nach diesem lateinischen Wort für "Rind" heißt in Österreich das Kennzeichnungs- und Registrierungssystem für Rinder "Bos". Durch das "Bos" haben alle Rinder 2 Ohrmarken. Darauf steht eine Nummer, die nur einmal vergeben wird. Die Nummer ist in einer Datenbank gespeichert. Jedes Stück Rindfleisch im Supermarkt hat ebenfalls eine Nummer. Man kann diese in der Datenbank überprüfen. Dadurch kann man bis zum Bauernhof zurückverfolgen, woher das Fleisch kommt. Und deshalb habe ich meine Wette gewonnen!

Hier gibt's noch mehr über die Rinderdatenbank.