Doppelnutzungsrassen

Doppelnutzungsrassen sind Milch- und Fleischproduzenten. Bei diesen Rassen sind die Milchleistung und die Fleischqualität hoch.

Fleckvieh, Pinzgauer (siehe auch Rassen in Österreich), Grauvieh, Gelbvieh und Blondvieh sind Rinder, die sowohl Fleisch als auch Milch liefern. Fleck- und Braunvieh werden immer beliebter. Das Braunvieh wird bereits den Doppel-nutzungsrassen zugeschrieben. Zwischen den Rassen werden die Grenzen nicht überall streng gezogen.

Gelbvieh

Gelbvieh wird auch als Frankenvieh bezeichnet. Es wurde am Beginn des 19. Jahrhunderts gezüchtet. Nach Franken geführtes Heilbronner Vieh wurde ab 1872 mit einfarbigen Schweizer Simmentalern und Shorthorn gekreuzt. So entstand das einfarbige gelbe bis rötliche Gelbvieh.
Das anfänglich dreifache Zuchtziel – also Milch, Fleisch und Arbeitskraft – ist inzwischen von der Doppelnutzung Milch-Fleisch abgelöst worden. Die Haltung von Gelbvieh wird immer seltener. Fleckvieh beginnt das Gelbvieh zu ersetzen. Gelbviehkühe erreichen ein Gewicht von 700 Kilo. Die Stiere wiegen bis zu 1.300 Kilo.

Grauvieh

Das Grauvieh ist eine Kreuzung des Keltenrindes mit Rindern, die die Alemannen während der Völkerwanderung mitbrachten. Das Grauvieh ist vor allem im Tiroler Bergland beheimatet. Seine Färbung ist silber- bis eisengrau, zuweilen mit bräunlichem Anflug. Kühe erreichen ein Gewicht um die 550 Kilo. Stiere wiegen bis zu 1000 Kilo. Aufgrund ihrer Berggängigkeit und Leichtfüßigkeit wird das Tiroler Grauvieh auch als "Jersey der Berge" bezeichnet.

Blondvieh

Die genaue Herkunft des Blondviehs ist nicht genau geklärt. Wahrscheinlich ist es aus einer Einkreuzung mit dem Gelbvieh entstanden. Es hat ein weißes bis semmelfarbenes Fell. Flotzmaul, Hörner und Klauen sind hell. Das Blondvieh ist heute vom Aussterben bedroht. 1990 lebten nur noch 100 Stück. Blondvieh wird jetzt wieder vermehrt in Kärnten von über 100 Blondviehzüchtern gehalten.