Fleischrassen

Fleischrassen sind Rinderrassen, deren Hauptzweck die Fleischproduktion ist.

Fleischrassen haben stärkere Bemuskelung und bessere Fleischstruktur (z. B. Marmorierung, Fasrigkeit) als Milch- und Doppelnutzungsrassen. Sie liefern bei der Schlachtung viel und qualitätvolles Fleisch. Die Milchleistung von Fleischrassen ist niedrig.

Fleischrassen erreichen entweder ein hohes Endgewicht oder zeichnen sich durch schnelles Wachstum aus. Typische Fleischrassen sind Charolais, Limousin, Galloway, Angus, Hereford und Blonde d’Aquitaine. Eine Ausnahme ist das kleinwüchsige Hochlandrind.

Charolais

Das Charolais stammt aus dem Südosten Frankreichs. Es wird seit dem 18. Jahrhundert gezüchtet. Kennzeichnend für ein reinblütiges Charolais-Rind ist die weiße bis cremefarbene oder gelbliche Tönung der Hörner und des Fells.

Charolais sind gute Futterverwerter. Selbst bei Fütterung mit Grundfutter setzen sie täglich Gewicht an. Charolais-Rinder erreichen ein hohes Endgewicht. Bullen werden bis zu 1.400 Kilo schwer. Das Fleisch istwenig fett. Der Ausschlachtungswert, das betrifft die verwertbaren Teile des Rindes, ist mit 70% sehr hoch.

Limousin

Limousin-Rinder kommen aus Frankreich. Ein eigenes Herdbuch wird seit 1886 für diese ursprünglich als Arbeitstiere gehaltene Rasse geführt. Ihr Fell hat eine rotgelbe bis weizenfarbige Tönung. Typisch ist eine Aufhellung an Augen und Flotzmaul. Eine weitere Eigenschaft des Limousin ist die leichte Abkalbung.

Limousin-Rinder sind sehr robust und genügsam. Sie sind ausgezeichnete Futterverwerter. Sie legen rasch Gewicht zu und wachsen schnell. Männliche Tiere erreichen ein Endgewicht von bis zu 1.200 Kilo. Die Fleischqualität ist durch die zarte Fleischfaser und den geringen Fettanteil hoch.

Galloway

Die Region Galloway im Südwesten Schottlands ist Heimat der ältesten Fleischrasse der Britischen Inseln. Galloway-Rinder können das ganze Jahr über im Freien gehalten werden und vertragen auch sehr raues Klima.

Galloway-Rinder haben schwarzes bis hellbraunes, langes und gewelltes Fell. Sie haben keine Hörner. Neben der guten Fleischqualität, die sie liefern, sind Galloway-Rinder auch für die Landschaftspflege wichtig. Sie verbeißen Disteln und Binsen. Aufgrund ihrer breiten Klauen verletzen sie die Grasnarbe kaum.

Sie sind gute Futterverwerter und können ein Gewicht von bis zu 800 Kilo erreichen.

Deutsch Angus

Durch eine Kreuzung von Aberdeen Angus mit deutschen Doppelnutzungsrassen entstand der Deutsch Angus. Sein Fell ist einfarbig schwarz, rot oder braun getönt. Deutsch Angus haben keine Hörner.

Deutsch Angus-Rinder erreichen ein Endgewicht von bis zu 1.200 Kilo. Durch gut verteilte Fetteinlagerung und feine Muskelfasern ist ihr Fleisch bei Genießern sehr beliebt.

Hochlandrind

Das in Österreich gezüchtete Hochlandrind stammt vom schottischen Hochlandrind ab. Hochlandrinder wachsen sehr langsam und sind im Vergleich zu anderen Rinderrassen klein. Die Kühe werden nur ca. 120 cm groß, die Stiere bis zu 135 cm.

Besonders auffällig sind ihre langen geschwungenen Hörner, die bis zu 140 cm Spannweite haben können.

Hochlandrinder sind sehr gutmütig und robust. Ihr zotteliges Fell schützt sie selbst vor extremer Kälte. Sie benötigen daher auch im Winter keinen Stall. Das Fleisch der Hochlandrinder ist mager und besonders schmackhaft.