Fütterung

Österreichische Landwirte füttern ihr Vieh auf traditionelle Art und Weise. Das Futter wird am eigenen Hof produziert und stellt den größten Anteil der Futtermittel. Der Menüplan eines Rindes ist abhängig vom Alter und dem Produktionsziel des Tieres. Die Fütterung wird entsprechend angepasst.

Ein Kalb sollte spätestens zwei Stunden nach der Geburt Milch getrunken haben. Die Abwehrstoffe in der Milch schützen es und bereiten es auf seine neue Lebensumgebung vor. Ab der zweiten Lebenswoche bekommt ein Kalb zusätzlich zur Milch auch Heu, Kraftfutter und Wasser. Spätestens mit dem 12. Lebensmonat sollte die Fütterung mit Milch enden.

Für die Kalbfleischproduktion bestimmte Kälber werden vorwiegend mit Milch gefüttert. Abhängig von der Farbe, die das Kalbfleisch aufweisen soll, werden feste Futtermittel (Heu, Getreide) dazugefüttert. Sehr helles Kalbfleisch stammt meist von sehr jungen, fast ausschließlich mit Milch gefütterten Tieren. Je rötlicher Kalbfleisch gefärbt ist, desto mehr Heu und Kraftfutter haben die Tiere erhalten.

Jungrinder aus der Mutterkuhhaltung ernähren sich überwiegend von Milch.Zusätzlich werden die Tiere mit Gras, Heu und Getreide gefüttert.

Jungstiere, deren Fleisch den Großteil des Rindfleisch-Sortiments im Handel ausmacht, werden zum größten Teil mit energiereichem Silomais ernährt. Eiweißreiche Kost wie z. B. Soja und Raps und Mineralfutter werden ebenfalls gefüttert.

Almochsen und Kalbinnen decken ihren Nährstoffbedarf vor allem mit frischem Gras ab. Im Winter werden ihnen Grassilage und Heu geboten. Zusätzlich erhalten sie aber auch Getreide und Mineralfutter.

Zuchtrinder und Rinder für die Milchproduktion werden mit den gleichen Futtermitteln gefüttert. Ihre Futterrationen sind aber anders zusammengesetzt.