Aufzucht

Die meisten
Kälber werden in der Milchkuhhaltung geboren. Die Kühe bekommen meist einmal im Jahr ein Kalb. Dadurch produzieren die Milchkühe regelmäßig und genug Milch.

Viele weibliche Kälber werden später einmal Milchkühe oder kommen - wie fast alle männlichen Kälber - in die Kälbermast. Bei der Mutterkuhhaltung bleiben die Kälber bei den Muttertieren. Die Tiere werden vor allem in der klassischen Weidehaltung gehalten. Die Kälber werden lange gesäugt. Im Durchschnitt trinken sie 9 Monate Milch bei den Mutterkühen. Zusätzlich fressen die Kälber den Sommer über Gras und im Winter Heu und Silage.

Die Weidehaltung wird oft in der biologischen Bewirtschaftung eingesetzt. Nach etwa 10 Monaten werden die Tiere als Jungrind vermarktet. Jungrinder können auch in der Stier- und Kalbinnen- oder Ochsenmast (siehe dazu Rind ist nicht Rind) weiter gemästet werden.

Die häufigste Form der Rindermast ist in Österreich die Stiermast. Männliche Kälber aus Milchkuh- oder Mutterkuhhaltung kommen anfangs in einen Aufzuchtstall. Der Aufzuchtstall hat meist eine Einstreu aus Stroh und ist an die Bedürfnisse von Kälbern angepasst. Zuerst erfolgt die Futterumstellung von Milch auf normales Futter. Früher wurde von Hand gefüttert. In kleineren Betrieben ist das möglich. In großen Betrieben wird ein Fütterungsautomat verwendet.

Die meisten dieser Systeme sind mit einer Transponder-Steuerung ausgestattet. Über einen Transponder-Chip im Halsband der Tiere erkennt der Automat jedes einzelne Tier. Der Automat teilt die richtigen Rationen zu und zeigt an, wenn ein Tier zu wenig trinkt.

Später übersiedeln die Jungtiere dann in den Maststall. Diese Stallsysteme gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Das moderne Kaltstallsystem hat sich aber durchgesetzt.

Die heimischen Ochsen und Kalbinnen werden hauptsächlich in der Alm- und Weidewirtschaft gehalten.