Kennzeichnung

Der Rat der Europäischen Kommission hat 1998 als Reaktion auf die
BSE-Fälle eine Verordnung zur Kennzeichnung von Rindern und
Rindfleisch erlassen. Diese gesetzliche Bestimmung sichert die Rückverfolgbarkeit von Rindern und Rindfleisch in jeder Phase des Produktionsablaufs vom Bauernhof bis in den Fleischverkauf.

Die Erfassung aller Kälber und Rinder in der zentralen Rinderdatenbank der AMA ist die Basis der Kennzeichnung. Erst dadurch wird das Rindfleisch lückenlos rückverfolgbar.

Nach den EU-Richtlinien muss frisches, gekühltes und tiefgekühltes Rind- und Kalbfleisch entsprechend gekennzeichnet werden. Auch Faschiertes mit einem Rind- oder Kalbfleischanteil ab 50% muss gemäß dieser Richtlinien gekennzeichnet werden. Diese verpflichtende Kennzeichnung muss folgenden Angaben enthalten:

  • Staat, in dem das Tier geboren, aufgezogen, geschlachtet und zerlegt wurde.
  • Zulassungsnummern des Schlachthofs und des Zerlegebetriebs.
  • Identifikationsnummer (Ohrmarke) des Tieres.

Zusätzlich zur gesetzlich verpflichtenden Mindestkennzeichnung gibt es freiwillige Rindfleisch-Kennzeichnungssysteme. In Österreich sind derzeit zwei freiwillige Systeme zur Rind- und Kalbfleischkennzeichnung zugelassen:

  • BOS: System der AMA Marketing GesmbH.
  • VUQS-R: System des Vereines zur Ursprungs- und Qualitätssicherung.

Nur Betriebe, die an einem freiwilligen Kennzeichnungssystem teilnehmen, dürfen bzw. müssen diese zusätzlichen Angaben auf ihren Produktverpackungen platzieren. Zusätzlich zu den staatlichen Kontrollen für die Mindesterfüllung, werden die teilnehmenden Betriebe auch durch die Kontrollstellen der freiwilligen Systeme überprüft.

Zusätzliche freiwillige Angaben des BOS Systems:

  • Kategorie z. B. Ochs, Kalbin, Jungstier, Kuh.
  • Name des Bauern.
  • Region innerhalb des Staates.
  • Marken- und Qualitätsprogramme z. B. AMA Gütesiegel, Premium Rind.
  • Produktionsweise z. B. Weidehaltung.
  • Qualität z. B. Alter des Tieres, Reifungsdauer.