Rassen in Österreich

Fleckvieh, Braunvieh und Holstein sind die bevorzugten Rassen in Österreich. Fleckvieh ist mit 78% ungeschlagener Favorit in der Rinderhaltung. Braunvieh und Holstein machen rund 14% des österreichischen Rinderbestandes aus. Die verbleibenden 8% verteilen sich auf Pinzgauer, Tiroler Grauvieh, Murbodner, Kärntner Blondvieh, Waldviertler Blondvieh und Fleischrassen wie Charolais, Limousin und Galloway.

Fleckvieh

Im Mittelalter werden erstmals die gescheckten Rinder aus dem Berner Oberland erwähnt. 78% der in Österreich lebenden Rinder sind Fleckvieh. Da das Fleckvieh sehr anpassungsfähig ist, ist es von den Bergen bis ins Flachland verbreitet. Durch die hohe Milch- und Fleischleistung (Kühe ca. 800 Kilo, Stiere ca. 1.300 Kilo) ist die Haltung sehr wirtschaftlich. Fleckvieh wird daher anderen Rassen gegenüber bevorzugt gehalten. Fleckvieh ist hellgelb bis dunkelrot auf weiß gescheckt. Kopf, Unterbauch, Beineund Schwanzquaste sind zumeist ganz weiß.

Braunvieh

Braunvieh entstand durch Einkreuzung von amerikanischenBrown-Swiss. Die Schweizer Tiere kamen im 19. Jahrhundert mit Auswanderern nach Amerika. Die Stammform der amerikanischen Brown Swiss ist heute noch in der Schweiz anzutreffen. Braunvieh ist eine Doppelnutzungsrasse mit sehr guter Milchproduktion. In Österreich wird Braunvieh vor allem in den westlichen Bundesländern und in der Obersteiermark gehalten. Braunvieh ist sehr robust und anpassungsfähig. Es kann auch in hochalpinen Regionen gehalten werden. Braunvieh hat braunes bis graubraunes Fell. Das schwarze Maul ist hell eingerahmt. Die hellen Hörner haben dunkle Spitzen.

Holstein

Deutsche Auswanderer nahmen holsteinische und friesische Rinder im 17. Jahrhundert mit nach Amerika. In den USA und Kanada wurden aus diesen Tieren Rinder mit hoher Milchleistung gezüchtet. Seit 1876 wird in Deutschland ein Holstein-FriesianHerdbuch geführt. Das moderne Holstein-Rind entstand aus einer Kreuzung aus amerikanischen und deutschen Tieren. Holstein-Rinder sind in ganz Österreich verbreitet. Sie werden wegen ihrer guten Milchleistung bei geringem Fettanteil gegenüber anderen Rassen bevorzugt. Holstein-Friesiansind schwarz-weiß und Holstein-Rotbunte rot-weiß gescheckt.

Pinzgauer

Der Salzburger Pinzgau ist die Heimat dieser Rasse. Im 17. Jahrhundert entstanden die Pinzgauer durch Kreuzungen verschiedener Rassen mit heimischen Tieren. Pinzgauer waren beliebte Arbeitstiere. Die Bestände gingen deshalb im 20. Jahrhundert stark zurück. Die Arbeitskraft der Tiere wurde mehr und mehr durch Maschinen und Fahrzeuge ersetzt. Pinzgauer sind vor allem in alpinen Gebieten verbreitet. Ihr Fell ist kastanienbraunen. Rücken, Schwanz, Bauch und ein Teil der Beine sind weiß.